Die Ausgangslage im Spiel des Tabellen-Zehnten gegen den Dritten aus Leoben war klar: Die Donawitzer wollten die Cup-Pleite gegen die Vienna wettmachen und an die zuletzt starken Leistungen in der Liga (6:2 gegen Austria Lustenau) anknüpfen. Dementsprechend offensiv gingen die Steirer in die Partie. Beinahe hätte sich der flotte Beginn auch bezahlt gemacht. Markus „Magic“ Aigner erkannte einen Fehler in der Parndorfer Abwehr, schlenzte den Ball aber an den Pfosten.
Vollgas über 90 Minuten
Doch auch die Burgenländer suchten ihr Heil zunächst in der Offensive und kamen durch Helmut Prenner immer wieder zu guten Aktionen. Den Pausenstand von 0:0 analysierte Zaungast Herbert Prohaska treffend: „Beide Mannschaften haben ihre Chancen leichtfertig vergeben. Es ist aber ein gutes Spiel, in dem es schon 2:2 stehen könnte.“
Die zweite Halbzeit begann ähnlich flott wie die Erste. Leoben-Goalie Schenk verschätzte sich bei einem hohen Ball in den 16er, doch sein Kapitän klärte in höchster Not. Parndorf erhöhte daraufhin das Tempo und startete sein Powerplay, brachte das Leder aber nicht im Tor der Steirer unter. Vor allem Helmut Prenner sorgte für zahlreiche Gefahrenherde.
Tolles Finish beider Teams
Mitte der zweiten Halbzeit reagierte Leoben-Coach Stankovic und brachte Joker Rene Schicker. Dieser kam prompt zu einer Hundertprozentigen, scheiterte aber an Saric. Aufregung gab es in der 84. Minute: Philippe Weiss riss als letzter Spieler knapp vorm Strafraum Schicker nieder, kam aber mit Gelb glimpflich davon, Aigner verhaute den fälligen Freistoß allerdings. In der letzten Spielminute passierte Luttenberger ein folgenschwerer Fehler. Der Parndorfer verlor den Ball an Schicker, der Hafner austanzte und elegant zum entscheidenden 1:0 einschoss. Für Leoben war es ein im Endeffekt glücklicher Sieg, denn auch Parndorf hatte in dieser flotten Partie tolle Chancen auf den Siegestreffer.
Stimmen zum Spiel
Rene Schicker (Torschütze zum 1:0) "Wir haben auswärts noch nicht verloren, außer im Cup gegen die Vienna. Aber das ist jetzt wieder vergessen. Gegen den LASK werden wir mit großer Brust antreten.
Kurt Garger (Trainer von Parndorf) "Das ist eine Riesenenttäuschung. Wir haben das Tor durch einen individuellen Fehlpass vorbereitet. Unsere Chancenauswertung war schlecht. Wir müssen endlich Tore schießen, um Punkte zu bekommen.
SC/ESV Parndorf - DSV Leoben 0:1 (0:0) Parndorf, 1.200, SR: Herwig Seidler Tor: 0:1 (90.) Schicker Gelbe Karten: Weiss bzw. Sekic, Aigner, Hading
SC/ESV Parndorf: Saric - Luttenberger, Hafner, Weiss, Ph. Katzler - Bradaric (46. Stern), Kummerer, Grozdic, Bartos (89. Schöny) - Prenner, Kurtisi (74. Novak) DSV Leoben: Schenk - Rinnhofer, N. Jovanovic, Prilasnig, Rasswalder - Früstück, Sekic, Harding, Mladenovic (70. Schicker) - Aigner, Kozelsky
In Parndorf mussten sich zum ersten Mal in dieser Saison der Aufsteiger auf eigenem Rasen geschlagen geben, Leoben prolongierte seine Siegesserie in der Meisterschaft, hält nun bei vier Erfolgen in Folge.
Hälfte Eins verlief ruhig, die Gäste hatte eine Großchance, bereits in der dritten Minute traf "Magic" Aigner mit einem Heber nur die Latte.
Parndorf - Leoben 0:1 (0:0)
Parndorf, 1.200 Zuschauer, SR Herwig Seidler
Tor: 0:1 (90.) Schicker
Parndorf: Saric - Luttenberger, Hafner, Weiss, Ph. Katzler - Bradaric (46. Stern), Kummerer, Grozdic, Bartos (89. Schöny) - Prenner, Kurtisi (74. Novak)
Leoben: Schenk - Rinnhofer, N. Jovanovic, Prilasnig, Rasswalder - Früstück, Sekic, Harding, Mladenovic (70. Schicker) - Aigner, Kozelsky
Gelbe Karten: Weiss bzw. Sekic, Aigner, Hading